AmPuls Berichtet


Das Internet-Magazin des Uni-Klinikums "amPuls" berichtete am 29.06.2011:

 


Teddybärenkrankenhaus nahm Kindern die Angst vor Onkel Doc

Ottifant tbkMedizinstudentinnen und -studenten verarzteten verletzte und kranke Kuscheltiere


Die kleine Hanna leidet mit ihrem Stoffhasen Mucki. „Mein Hase kann nicht mehr hüpfen“, erzählt sie dem Teddybären-Doc. Der Medizinstudent diagnostiziert ein gebrochenes Sprungbein und legt dem Hasen einen Stützverband an. Dann gibt es noch eine Spritze gegen die Schmerzen und den Rat, das Bein eine Woche nicht mehr zu bewegen. Hanna wird ihr Stofftier zu Hause weiterpflegen, aber vorher holt sie noch die verschriebenen Medikamente in der Teddybärenapotheke ab. Sie ist zufrieden, denn die Untersuchung war nicht schlimm und sie hat erfahren, wie so ein Krankenhausbesuch abläuft.

 

Zahlreiche Kinder kamen an dem Wochenende vom 25. bis 27. Mai 2011 mit ihren Stofftieren ins Teddybärenkrankenhaus im Freiburger Stadtgarten. Dort spielten Freiburger Medizinstudenten mit ihnen einen Arzt- bzw. Krankenhausbesuch nach. Die Kinder beobachteten die medizinische Behandlung ihrer Kuscheltiere und hörten gespannt zu, wenn die angehenden ÄrztInnen ihnen alles Schritt für Schritt erklärten. Auch Rettungswagen waren vor Ort, die sich die Kleinen ganz genau ansahen.


Ziel des jährlich stattfindenden Projektes ist es, den Kindern die Angst vor dem Arztbesuch zu nehmen. Es richtet sich an drei- bis sechsjährige Kinder, deren Eltern und an Kindergärten. Die Fachschaft Medizin gestaltet den Besuch des Teddybärenkrankenhauses so realistisch wie möglich und orientiert sich daher an den tatsächlichen Abläufen eines Krankenhausbesuchs. Die Kinder melden ihr Kuscheltier an und nehmen in einem Wartezimmer Platz. Im Untersuchungszimmer erfragt der Teddy-Doc die Krankengeschichte und beginnt mit der Untersuchung. Dabei erklärt er den Kindern verständlich, wie er die Stofftiere behandelt. Auf die Diagnose folgt die Behandlung, und für schwere Fälle steht sogar ein Operationsbereich bereit. Falls es die Erkrankung erfordert, erhalten die Kuscheltiere noch Rezepte. In der hauseigenen Apotheke der Pharmaziestudenten können die Kinder sie zum Beispiel für Tee oder Obst einlösen.

Bereits an vielen anderen Orten Europas wie z.B. Trondheim (Norwegen), Uppsala (Schweden) und Wien organisieren angehende Mediziner das Teddybärenkrankenhaus erfolgreich. Auch in Freiburg hat die Veranstaltung schon mehrmals stattgefunden und viel Zuspruch erhalten.

 

BIld von Jonas Hafner